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​ Brexit-Facts für Studenten: Was du jetzt wissen solltest

News   •   Jul 15, 2016 13:27 CEST

Großbritannien ist eines der beliebtesten Zielländer für studentische Auslandsaufenthalte. Rund 125.000 Studenten aus allen EU-Ländern sind derzeit an britischen Hochschulen eingeschrieben und lernen die britische Kultur kennen, darunter auch 3.000 Erasmus-Stipendiaten aus Deutschland und über 100 Geförderte der Deutschen Bildung.

Was verändert sich durch den Brexit für EU-Studenten und das Bildungssystem? Für die, die jetzt schon dort sind: Erstmal nichts. So schnell ist der Brexit nicht vollzogen. Die EU-Gesetze bleiben bestehen, solange das Vereinigte Königreich noch Mitglied ist. Das gilt auch für die Vereinbarungen zu den Erasmus-Programmen, die so weiterlaufen wie geplant.

Für alle, die einen Auslandsaufenthalt erst geplant haben, wird die Lage schon etwas unklarer. Wer den Studienplatz bereits hat, scheint sicher: In der Regel werden die Programme so durchgeführt wie angekündigt. Wer eher mittelfristig bis langfristig plant, sollte sich regelmäßig über Neuerungen informieren, die ab dem Start des Auslandsaufenthaltes gelten werden. Momentan rechnen Experten mit einer Übergangszeit von zwei Jahren oder länger, in denen die alten Regelungen noch in Kraft bleiben. Wer jetzt schon im Vereinigten Königreich weilt, kann sich durch den Kursverfall des britischen Pfunds eventuell über günstigere Lebenshaltungskosten freuen.

Perspektivisch könnte ein Studium in England jedoch teurer werden, denn es besteht die Möglichkeit, dass die Studiengebühren erhöht werden. Erasmus-Stipendiaten waren bisher von den britischen Studiengebühren befreit, andere EU-Ausländer bezahlten das gleiche wie die englischen Studenten auch. Mit hoher Wahrscheinlich wird sich das ändern, wenn der Brexit Wirklichkeit wird.

Ob Studenten zukünftig ein Visum brauchen, ist noch offen. Wahrscheinlich ist es zwar, letztlich wird es aber von den Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU abhängen. Tritt die Visumpflicht ein, müssten Studenten sich wahrscheinlich selbst um ihre Aufenthaltserlaubnis kümmern. Aber auch das ist noch Zukunftsmusik, wie so viele Prophezeiungen rund um den Brexit, der erstmal durchgezogen sein will.

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